IRONMAN Kärnten

Mein erstes grosses Saisonziel ist vorbei!

Am Wochenende bin ich in Klagenfurt am Start meines 2. Ironmans gestanden. Ich bin sehr positiv und sehr motiviert an die Sache herangegangen, da ich im Vorfeld sehr fokussiert dafür gearbeitet hatte.

Um 3Uhr in der Früh begann der Tag - Nudeln und Semmeln essen, um genug Kalorien für den ganzen Tag zu sammeln. Abfahrt in Richtung Startgelände war um 5 Uhr, so richtete ich eine Viertelstunde später bereits mein Rad her - Gels aufkleben, Getränk einfüllen, Ersatzschlauch befestigen etc.

Um 6 Uhr lief ich dann 20min ein und begab mich anschliessend ins Strandbad, wo das Team WY55 einen Treffpunkt vereinbart hatte. Dort streifte ich mein Wettkampfdress über und zwängte mich in den Sailfish-Neopren. Dann hiess es, sich von den anderen Athleten und Edith zu verabschieden, um alleine auf die eine lange Reise zu gehen!

Als PRO-Starter durfte ich 100m weiter im Wasser starten - ein grosser Vorteil bei 2800 Startern.

Um 7 Uhr fiel dann der Startschuss! Der Himmel war leicht bewölkt, es war relativ war und die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch - alles in allem gute Bedingungen für ein tolles Rennen!

Ich kam gut weg und suchte sofort den Kontakt zur Spitzengruppe. Diesen konnte ich gut halten und so schwammen wir zu zehnt ich Richtung Wendeboje. Ich biss mich wie eine Klette an der Gruppe fest bis 100m vor dem Lentkanal. Eine kleine Unkonzentrietheit (3-4 Armzüge zu weit nach links) und ich verlor den Anschluss an die Gruppe - so schwamm ich 50m hinter der Gruppe alleine die 800m durch den Lentkanal. Nach 49min (!) beendete ich die Schwimmstrecke - eine absolute Traumzeit!

So nahm ich mein Rad und fuhr los - leider war vorne nichts zu sehen, und hinter mir war auch gähnende Leere. So fuhr ich am Wöhrtersee entlang nach Velden. Ich fragte mich schon, ob ich falsch abgebogen sei, denn ich war völlig alleine...

Kurz vor dem ersten steilen Anstieg bei 30km schwanden dann diese Zweifel der richtigen Streckenwahl, da eine Gruppe von ca. 10 Fahrern mich überholte. Ich konnte aber nicht mit ihnen den Hügel hochfahren. 15km später kam die nächste Gruppe, doch ich versuchte nicht um biegen und brechen da mit zu fahren (ev. ein Fehler im Nachhinein), und fuhr weiter meinen Rhythmus.

So bin ich dann ungefähr 120km im Wind gefahren und habe dabei viel Kraft und Energie verbraucht.

Nach 4h57min stieg ich mit starken Rückenschmerzen vom Rad, stieg in die Laufschuhe und machte mich auf den Marathon. Es fühlte sich nicht so schlecht an, doch wirklich rund war der Schritt nicht. Meine Position war nicht mehr sehr aussichtsreich auf eine gute Endzeit (+10% zur Siegerzeit) und so entschied ich mich in Absprache mit meinem Coach, nach 10km auszusteigen, Kräfte zu sparen und in Zürich beim Ironman Switzerland in 3 Wochen zu starten.

Ich hoffe, dass ich in 3 Wochen in meiner alten Heimat einen guten Wettkampf zeigen kann und meine Ziele erreiche!!

Euer Manuel