Endlich Sub 9
Als diesjährigen Saisonabschluss habe ich mir noch eine Langdistanz ausgesucht - die Challenge Barcelona!
5min vor dem Start dachte ich mir, vielleicht wird heute gar nicht mehr hell - merke, bei starker Dunkelheit sind die getönten Schwimmbrillengläser kein Vorteil. Um 7.30Uhr fiel dann der Startschuss. Mit 49 anderen Pro´s stürzte ich mich in die Fluten des Mittelmeers. Ich konnte mich relativ gut freischwimmen, verpasste aber den Zug nach vorne und machte mich alleine auf dessen Verfolgung. Nach der Wende kam ich leicht von der Ideallinie ab. Ein Bootsfahrer machte mich darauf aufmerksam. So setzte ich mich im Wasserschatten eines anderen Athleten fest und schwamm so bis ins Ziel. Nach 54min hatte ich wieder Boden unter den Füssen und machte mich auf ins Wechselzelt. Schnell Helm und Brille aufsetzen und das Rad schnappen. Ich hatte ein gutes Gefühl und fuhr los. Nach sehr verwinkelter Anfangsphase ging es auf der Hauptstrasse in Richtung Barcelona los. Die Strecke war zu Beginn eher hügelig, und auf dem Flachstück von Mataro nach El Masnou kam ein rauher Gegenwind auf. Es waren 2 grosse und eine kleine Runde zu fahren. Ich hatte gute Beine und die Motivation war auch nach einer Runde noch da - nicht wie in Zürich... Nach 4h42min kam ich wieder in die Wechselzone. Ich konnte sehr locker ins Wechselzelt laufen und freute mich auf den Marathon. Die ersten 10km lief es echt sehr gut, ich fühlte mich stark. Nach 6h07min beendete ich die ersten 10,5km Laufkilometer. "Wenn ich diesen Schnitt weiterlaufe, reicht es für eine Zeit von 8h30min", schoss es mir durch den Kopf. So lief ich weiter und versuchte mich gut zu ernähren. Bei km 15 spürte ich, dass meine Schritte kürzer wurden und ich merklich Mühe hatte, einen hohen Rhythmus zu halten. Bei km 24 musste ich eine schöpferische Gehpause einlegen. Nach 300m konnte ich wieder weiterlaufen. Als ich nach 31,5km auf die letzte Runde ging, feuerte mich Edith nochmals richtig an, dass ich doch noch einen schnellen 10er anhängen soll, damit ich die 9h-Marke unterbiete. Ich gab wirklich alles, um nochmals einen Gang zuzulegen. Trotz einem ständig auftretenden Zucken in der rechten Wade konnte ich das Tempo erhöhen und in 8h51min das Rennen überglücklich beenden.
Ich bin froh, dass ich endlich die sub 9 stehen habe. Nun geniesse ich die wohlverdiente Saisonpause!!!
Euer Manuel





